Morris-Wasserlabyrinth-Test


Der Morris-Wasserlabyrinth-Test (Morris-Watermaze), auch bekannt als Morris-Wassernavigationstest, wurde 1981 von R. G. Morris entwickelt, um raumliches Lernen und das Gedachtnis (Wahrnehmung) bei Ratten und Mausen zu testen. Er wird verwendet, um den Einfluss bestimmter Behandlungen, Drogen, genetischer Veranderungen oder Defekte auf die Wahrnehmung bei Ratten und Mausen zu untersuchen. Wahrend des Tests wird das Tier in ein Wasserbecken gesetzt. Das Tier wird versuchen, aus dem Wasser zu entkommen da dies seinem naturlichen Instinkt entspricht und kann dies nur tun, indem es eine Plattform findet. Die Plattform ist unter Wasser getaucht und daher vom Blick des Tieres verborgen. Wenn das Tier gesund ist und kontextuelles Lernen und Gedachtnisfunktionen intakt sind, findet es die Plattform bei aufeinanderfolgenden Versuchen zunehmend schneller; es erlernt seinen Zufluchtsort zu finden, indem es die visuellen Stimuli als Hinweismerkmale nutzt, die um das Wasserbecken angeordnet sind. Wenn die Wahrnehmung beeintrachtigt ist, zeigt der Test eine relativ langsamere Lernkurve oder das Tier zeigt uberhaupt kein Lernen bzw. eine geringe Gedachtnisleistung. Mit anderen Worten, der Morris-Wasserlabyrinth-Test beziffert die Fahigkeit des Tieres, raumliche Hinweise zu verwenden und das Verfahrens-, Arbeits- und Referenzgedachtnis zu integrieren.
 
Ein Morris-Wasserlabyrinth kann unter Verwendung von EthoVision XT leicht automatisch gesteuert werden. Die EthoVision XT Beobachtungssoftware registriert das Tier, misst seine Koordinaten wahrend es sich durch das Wasserlabyrinth bewegt und berechnet automatisch interessante Parameter wie die zuruckgelegte Distanz, die Dauer, um die Plattform zu finden und die Schwimmgeschwindigkeit.
 
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